„Kann man Vitamin D überdosieren?“ – diese Frage stellt sich spätestens, wenn im Netz von 5.000 oder 10.000 I.E. am Tag die Rede ist und die Tropfenflasche im Schrank steht. Wer nach Vitamin-D-Überdosierung, Obergrenze oder Höchstmenge sucht, will wissen: Wo hört „sinnvoll“ auf und wo fängt „zu viel“ an?
Die kurze Antwort: Ja, auch beim Menschen ist eine Überdosierung möglich – aber praktisch nur durch dauerhaft sehr hohe Mengen aus Präparaten, nicht durch Sonne oder Ernährung. Die EFSA nennt für Erwachsene eine tolerierbare Obergrenze von 100 µg (4.000 I.E.) pro Tag aus allen Quellen; das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 20 µg (800 I.E.) je Tagesverzehrmenge vor. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt viel Raum, und genau den schauen wir uns an.
Das Wichtigste in Kürze
- Ja, Vitamin D lässt sich überdosieren – aber nur über Präparate. Sonne und normale Ernährung führen nach der Fachliteratur nicht zu einer Vergiftung.
- Es gibt mehrere Zahlen, die oft verwechselt werden: 5 µg Kennzeichnungswert (NRV), 20 µg DGE-Schätzwert, 20 µg BfR-Höchstmengenvorschlag für Präparate und 100 µg EFSA-Obergrenze für die Gesamtzufuhr.
- 5.000 I.E. (125 µg) und 10.000 I.E. (250 µg) täglich liegen über der EFSA-Obergrenze von 100 µg. Solche Mengen gehören in ärztliche Hand.
- Zu viel Vitamin D hebt den Calciumspiegel an. Genannte Anzeichen sind Übelkeit, Durst, häufiges Wasserlassen und Verstopfung; bei Verdacht ärztlich abklären.
- Am meisten zählt das Zusammenrechnen: Kapseln, Tropfen, Multivitamine und angereicherte Lebensmittel summieren sich – und ein Bluttest ist verlässlicher als ein Bauchgefühl.
1. Kurze Antwort: Kann man Vitamin D überdosieren?
Ja – wenn über Wochen und Monate deutlich mehr zugeführt wird, als der Körper verträgt. Vitamin D ist fettlöslich und wird gespeichert, deshalb baut sich eine zu hohe Zufuhr nicht innerhalb weniger Tage wieder ab. Die Fachliteratur beschreibt die Vitamin-D-Vergiftung bei gesunden Menschen als Folge der längeren Einnahme sehr hoher Mengen („Megadosen“), nicht als Folge von Sonnenstrahlung (Marcinowska-Suchowierska et al., 2018).
Für die meisten Menschen, die ein handelsübliches Präparat in der angegebenen Tagesmenge nehmen, ist das kein Alltagsproblem. Kritisch wird es bei hochdosierten Produkten, bei Dosierfehlern mit Tropfen und dann, wenn mehrere vitamin-D-haltige Produkte gleichzeitig laufen. Genau darum geht es in diesem Artikel.
2. Vitamin-D-Obergrenze und Höchstmenge: die Zahlen im Überblick
Rund um Vitamin D kursieren vier verschiedene Zahlen, die jeweils etwas anderes aussagen. Wer sie vermischt, hält 5 µg für „zu wenig“ oder 100 µg für „die empfohlene Menge“ – beides stimmt so nicht.

| Bezugsgröße | µg pro Tag | I.E. pro Tag | Was sie bedeutet |
|---|---|---|---|
| Nährstoffbezugswert (NRV) | 5 | 200 | Referenzwert für die Nährwertkennzeichnung auf der Verpackung (VO (EU) 1169/2011) – keine Empfehlung und keine Grenze |
| DGE-Schätzwert für die Zufuhr | 20 | 800 | Schätzwert für eine angemessene Zufuhr, wenn die körpereigene Bildung fehlt (Säuglinge: 10 µg) |
| BfR-Höchstmengenvorschlag für Nahrungsergänzungsmittel | 20 | 800 | Vorschlag je Tagesverzehrmenge eines Präparats für Jugendliche und Erwachsene (Stellungnahme 007/2024) |
| EFSA: tolerierbare Obergrenze (UL) | 100 | 4.000 | Gesamtzufuhr aus allen Quellen für Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren, auch Schwangere und Stillende |
Die Umrechnung ist einfach: 1 µg Vitamin D entspricht 40 I.E. Wer Angaben auf Etiketten vergleichen will, nutzt unseren Vitamin D Rechner (I.E. in Mikrogramm); wie viel Prozent des NRV ein Produkt abdeckt, zeigt der NRV-Rechner.
Die EFSA-Obergrenze nach Altersgruppen
Die EFSA hat die Obergrenzen 2023 überprüft. Als entscheidenden Endpunkt nennt sie eine anhaltend erhöhte Calciumausscheidung im Urin (Hyperkalziurie), die ein früheres Zeichen einer Überversorgung sein kann als ein erhöhter Calciumspiegel im Blut.
| Altersgruppe | µg pro Tag | I.E. pro Tag |
|---|---|---|
| Säuglinge 0–6 Monate | 25 | 1.000 |
| Säuglinge 7–11 Monate (zweite Hälfte des ersten Lebensjahres, 27.–52. Lebenswoche) | 35 | 1.400 |
| Kinder 1 bis 10 Jahre | 50 | 2.000 |
| Kinder und Jugendliche 11 bis 17 Jahre | 100 | 4.000 |
| Erwachsene (inkl. Schwangere und Stillende) | 100 | 4.000 |
Die Obergrenze ist keine Empfehlung, sondern die Menge, bis zu der bei dauerhafter Zufuhr nach heutigem Wissen kein Gesundheitsrisiko erwartet wird. Dass das BfR für Präparate nur 20 µg vorschlägt, hat einen Grund: Zur Gesamtzufuhr tragen auch Lebensmittel, angereicherte Produkte und weitere Präparate bei. Das BfR hat seinen Vorschlag aus der EFSA-Obergrenze abgeleitet und dabei die Zufuhr über Lebensmittel sowie einen Sicherheitsfaktor von 2 berücksichtigt.
Vitamin D 5.000 I.E. und 10.000 I.E. täglich im Vergleich
Besonders häufig gesucht werden „Vitamin D 5000 IE täglich“ und „Vitamin D 10000 IE“. Zur Einordnung die reine Rechnung:
| Menge pro Tag | in µg | im Vergleich zur EFSA-Obergrenze (100 µg) | im Vergleich zum BfR-Vorschlag (20 µg) |
|---|---|---|---|
| 4.000 I.E. | 100 | entspricht der Obergrenze | 5-fach |
| 5.000 I.E. | 125 | 1,25-fach | gut 6-fach |
| 10.000 I.E. | 250 | 2,5-fach | 12,5-fach |
Wer täglich 5.000 oder 10.000 I.E. nimmt, liegt also über der Menge, die die EFSA als dauerhaft tolerierbar einstuft. Das heißt nicht, dass jede einzelne Einnahme sofort schadet – es heißt, dass diese Zufuhr nicht mehr als abgesichert gilt und ärztlich begleitet gehört, inklusive Kontrolle des Blutwerts.
3. Vitamin-D-Überdosierung: Symptome und was dabei passiert
Wie Hyperkalzämie entsteht
Vitamin D beeinflusst, wie viel Calcium aus dem Darm aufgenommen wird. Bei dauerhaft viel zu hoher Zufuhr steigt der Calciumspiegel im Blut an (Hyperkalzämie), und auch im Urin wird mehr Calcium ausgeschieden. Die Fachliteratur nennt als Merkmal einer Vitamin-D-Vergiftung 25-Hydroxyvitamin-D-Werte von meist über 150 ng/ml (375 nmol/l) bei gleichzeitig deutlich erhöhtem Calcium.
Anzeichen, die in der Literatur beschrieben werden
- Magen-Darm: Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Verstopfung
- Wasserhaushalt und Niere: starker Durst, häufiges Wasserlassen, Austrocknung; bei langer Dauer Nierensteine und eingeschränkte Nierenfunktion
- Allgemein und Nerven: Schwäche, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Verwirrtheit
- Herz-Kreislauf: in schweren Fällen Herzrhythmusstörungen und Kalkablagerungen in weichem Gewebe
Diese Anzeichen sind unspezifisch: Sie können viele andere Ursachen haben. Deshalb gilt weder „Ich fühle nichts, also ist alles gut“ noch „Mir ist übel, also liegt es am Vitamin D“. Wer regelmäßig hohe Mengen nimmt und solche Beschwerden bemerkt, lässt Calcium- und Vitamin-D-Wert ärztlich abklären.
Sonne und Ernährung führen nicht zur Überdosierung
Die Haut begrenzt die Vitamin-D-Bildung selbst: Auch nach langem Sonnenbad entsteht keine Vergiftung. Das BfR hält eine Überdosierung durch UV-B-Strahlung für nicht möglich. Auch bei der Ernährung nennt die Literatur nicht normale Lebensmittel als Ursache, sondern hochdosierte Präparate und Herstellungs- oder Anreicherungsfehler.
Seltene Fälle: Dosierfehler bei Tropfen
Das BfR beschreibt in einer Präsentation zu Nutzen und Risiken von Vitamin-D-Präparaten unter anderem Fälle aus Deutschland, in denen Tropfen falsch dosiert wurden, etwa durch das mehrfache wöchentliche Geben ganzer Pipetten, und Fälle langer Selbstmedikation ohne ärztliche Kontrolle. Genannt werden dort auch Einzelfälle mit täglich 250 µg und mehr, die mit Nierenschäden einhergingen. Solche Fälle sind selten, aber sie zeigen, wo das Risiko tatsächlich liegt: bei hohen Mengen über lange Zeit und bei Dosierfehlern, nicht bei einer Kapsel mit angegebener Tagesmenge.
4. Wer besonders vorsichtig sein sollte
Für einige Situationen reicht ein Blick auf die Obergrenze nicht, weil der Calciumhaushalt anders reagiert. Die folgenden Punkte stammen aus der Fachliteratur und aus Packungsbeilagen von Calcium-Vitamin-D-Arzneimitteln (zum Beispiel Calcium-Sandoz D Osteo, Stand Januar 2025). Sie sind kein Grund zur Sorge, aber ein Grund, ärztlich abzuklären, ob eine Ergänzung für dich passt:
- Sarkoidose und andere granulomatöse Erkrankungen: Calcium-Vitamin-D-Arzneimittel können hier stärker wirken als erwartet; der Calciumspiegel muss überwacht werden.
- Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperparathyreoidismus): Bei Calcium-Vitamin-D-Arzneimitteln eine Gegenanzeige.
- Nierensteine und Nierenerkrankungen: Auch hier nennen die Beipackzettel Gegenanzeigen oder regelmäßige Kontrollen von Calcium- und Phosphatwerten.
- Thiaziddiuretika (bestimmte Entwässerungsmittel): Der Calciumspiegel im Blut sollte regelmäßig kontrolliert werden.
- Herzglykoside (Digitalis): Bei gleichzeitiger Gabe von Calcium und Vitamin D kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen.
- Blutverdünner wie Marcumar oder Warfarin: Kombinationspräparate mit Vitamin K können deren Wirkung beeinflussen – vorher ärztlichen Rat einholen.
Mehr zu Wechselwirkungen: Welche Nahrungsergänzungsmittel und Medikamente zusammenpassen, fasst unsere Seite Einnahme und Wechselwirkungen zusammen. Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Erkrankungen und Medikamenteneinnahme gilt immer: vorher ärztlich besprechen.
5. Tropfen, Kapseln, Wochen- und Monatsdosen
Nicht jedes Vitamin-D-Präparat ist gleich leicht zu überdosieren. Entscheidend ist, wie fest die Menge pro Einnahme ist.
| Darreichung | Dosierung | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Tropfen | Menge pro Tropfen je nach Produkt sehr unterschiedlich | Etikett genau lesen; ein Versehen (Pipette statt Tropfen) vervielfacht die Menge schnell |
| Kapseln, Tabletten | feste Menge pro Stück | Die Tagesmenge ist berechenbar; Gesamtzufuhr trotzdem mit anderen Produkten abgleichen |
| Wochen- und Monatsdosen | hohe Einzeldosen im Abstand von Tagen oder Wochen | Hochdosierte Stoßtherapie gehört in ärztliche Hand |
Warum das BfR hohe Einzeldosen kritisch sieht
In seiner Stellungnahme 31/2025 vom 3. September 2025 hat das BfR Produkte bewertet, die 175 µg (7.000 I.E.) alle 7 Tage, 250 µg (10.000 I.E.) alle 10 Tage oder 500 µg (20.000 I.E.) alle 20 Tage liefern. Rechnerisch sind das jeweils etwa 25 µg pro Tag – aber als Einzeldosis. Das BfR verweist auf Studien mit sehr hohen Einmal- oder Intervalldosen: Bei 500.000 I.E. einmal im Jahr traten mehr Stürze und Brüche auf, und Blutwerte über 100 nmol/l (40 ng/ml) waren in mehreren Untersuchungen mit ungünstigen Ergebnissen verbunden. Das BfR empfiehlt für Präparate nicht mehr als 20 µg Vitamin D je Tagesdosis.
6. Alle Quellen zusammenrechnen
Die EFSA-Obergrenze gilt für die Gesamtzufuhr. Vitamin D steckt nicht nur im einen Präparat, sondern oft in mehreren Produkten gleichzeitig:

- Multivitamine – viele enthalten Vitamin D; die Angabe steht in der Nährwerttabelle (Was steckt in Multivitamin Gummies?)
- Sets und Kombipräparate – zum Beispiel Produkte mit Calcium oder Knochen-Formeln
- Angereicherte Lebensmittel – manche Hersteller setzen einzelnen Produkten Vitamin D zu; ein Blick auf die Nährwertangaben lohnt
- Ärztlich verordnete Präparate – wer bereits ein Vitamin-D-Rezeptpräparat bekommt, gleicht jedes weitere Produkt mit der Praxis ab
Beispielrechnung
Zur Veranschaulichung eine frei gewählte Rechnung (keine Empfehlung): Jemand nimmt eine Kapsel mit 50 µg, dazu ein Multivitamin mit 10 µg und Tropfen, die pro Tagesportion 25 µg liefern.
| Quelle | µg pro Tag | I.E. pro Tag |
|---|---|---|
| Kapsel | 50 | 2.000 |
| Multivitamin | 10 | 400 |
| Tropfen | 25 | 1.000 |
| Summe aus Präparaten | 85 | 3.400 |
Das sind 85 µg – mehr als das Vierfache des BfR-Vorschlags für ein einzelnes Präparat. Kommen angereicherte Lebensmittel und Fisch dazu, nähert sich die Rechnung der EFSA-Obergrenze von 100 µg. Das Beispiel zeigt: Das Problem ist selten das einzelne Produkt, sondern die Summe. Ein ähnliches Prinzip gilt bei Zink, das wir in Wie viel Zink am Tag – und ab wann ist es zu viel? beschreiben.
7. Vitamin D, K2 und Calcium
Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei und zur Erhaltung normaler Knochen. Vitamin K trägt ebenfalls zur Erhaltung normaler Knochen bei. Deshalb werden beide häufig kombiniert; was die Form MK-7 ausmacht, steht in Vitamin K2 MK-7: all-trans oder cis?
Wichtig für die Überdosierungsfrage: Die Obergrenze gilt für Vitamin D selbst. Ob K2 vor den Folgen einer zu hohen Vitamin-D-Zufuhr schützt, haben wir in der Literatur, die wir gesichtet haben, nicht belegt gefunden – deshalb behaupten wir es nicht. Und weil Vitamin D die Calciumaufnahme beeinflusst, lohnt der Blick auf zusätzliche Calciumquellen: Vitamin D, Zink, Calcium und Vitamin C: Was darf man zusammen einnehmen?.
8. Bluttest statt Bauchgefühl
Ob die eigene Versorgung niedrig, ausreichend oder hoch ist, lässt sich nicht fühlen, sondern messen: über den 25-Hydroxyvitamin-D-Wert im Blut. Woran sich ein Mangel erkennen lässt und warum nur die Messung Klarheit bringt, erklärt unser Artikel Vitamin-D-Mangel: Woran man ihn erkennt – und warum nur der Bluttest Klarheit bringt.
Wer bereits seit Längerem ergänzt, nutzt den Wert auch als Kontrolle: Die Einordnung, was bei dir zu viel oder zu wenig ist, gehört zur Ärztin oder zum Arzt. Und wenn eine Blutabnahme ansteht, lohnt die Frage, ob Präparate vorher pausiert werden sollen – siehe Nahrungsergänzungsmittel vor Blutabnahme absetzen: welche, wie lange?
9. Was das für unsere Vitamin D3 + K2 Kapseln bedeutet
Eine Kapsel unserer Vitamin D3 + K2 Kapseln enthält 50 µg Vitamin D3 (2.000 I.E., 1000 % NRV) und 75 µg Vitamin K2 als MK-7 (100 % NRV). Die Einnahme: 1 Kapsel täglich, unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit zu einer fetthaltigen Mahlzeit. Eine Dose enthält 90 Kapseln.
Zur Einordnung, weil wir es lieber selbst schreiben: 50 µg liegen über dem Höchstmengenvorschlag des BfR von 20 µg je Tagesverzehrmenge und unter der EFSA-Obergrenze von 100 µg für die Gesamtzufuhr. Die Kapsel ist deshalb nicht dafür gedacht, zusätzlich zu weiteren Vitamin-D-Präparaten genommen zu werden. Sie ist nicht geeignet für Schwangere und Stillende sowie für Kinder und Jugendliche. Bei Einnahme von Blutverdünnern (Marcumar, Warfarin) vorher ärztlichen Rat einholen, weil Vitamin K deren Wirkung beeinflussen kann. Wer die Kapsel über längere Zeit nehmen möchte, spricht das am besten mit der Ärztin oder dem Arzt ab und lässt den Vitamin-D-Wert kontrollieren.
Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung normaler Knochen bei.
10. Passende Produkte
Die in diesem Artikel erwähnten Produkte im Überblick:
- Vitamin D3 + K2 Kapseln – 50 µg D3 und 75 µg K2 (MK-7) pro Kapsel, 90 Kapseln
- Winter-Set: Vitamin D3 + K2 & Zink – zwei getrennte Dosen im Vorteilsset
- Tagesroutine-Set: Vitamin D3 + K2, Zink & Magnesium – drei Dosen im Vorteilsset
Beide Sets enthalten dieselbe Vitamin-D-Menge wie die Einzelkapsel (50 µg pro Tag), nicht mehr. Weitere Produkte findest du in der Kategorie Vitamin D – oder du lässt dir im Produktfinder in vier Fragen eine passende Empfehlung geben.
11. Weiterlesen im Ratgeber
- Vitamin-D-Mangel: Woran man ihn erkennt – und warum nur der Bluttest Klarheit bringt
- Vitamin D morgens oder abends? Was der Zeitpunkt wirklich ausmacht
- Vitamin D im Winter: warum die Sonne von Oktober bis März nicht reicht
- Vitamin K2 MK-7: all-trans oder cis?
- Vitamin D, Zink, Calcium und Vitamin C: Was darf man zusammen einnehmen?
- Wie viel Zink am Tag – und ab wann ist es zu viel?
- Nahrungsergänzungsmittel vor Blutabnahme absetzen: welche, wie lange?
Alle Artikel findest du im NervaraLab Ratgeber.
Hinweise: Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung und ist keine Anleitung zur Selbstdiagnose oder Dosierung. Bei bestehenden Erkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei der Einnahme von Medikamenten gehört jede Ergänzung ärztlich abgeklärt. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
12. Häufige Fragen zur Vitamin-D-Überdosierung
Kann man Vitamin D überdosieren?
Ja. Beim Menschen kommt eine Überdosierung vor allem durch dauerhaft sehr hohe Mengen aus Präparaten vor, nicht durch Sonne oder normale Ernährung. Die EFSA nennt für Erwachsene eine tolerierbare Obergrenze von 100 µg (4.000 I.E.) pro Tag aus allen Quellen.
Wie hoch ist die Vitamin-D-Obergrenze und die Höchstmenge?
Die EFSA nennt als tolerierbare Obergrenze 100 µg (4.000 I.E.) pro Tag für Erwachsene und Kinder ab 11 Jahren, 50 µg (2.000 I.E.) für Kinder von 1 bis 10 Jahren. Das BfR schlägt für Nahrungsergänzungsmittel höchstens 20 µg (800 I.E.) pro Tagesverzehrmenge vor. Die EFSA-Grenze gilt für die Gesamtzufuhr, der BfR-Vorschlag für das einzelne Präparat.
Sind 5.000 I.E. Vitamin D täglich zu viel?
5.000 I.E. entsprechen 125 µg. Das liegt über der EFSA-Obergrenze von 100 µg und mehr als sechsmal so hoch wie der BfR-Höchstmengenvorschlag von 20 µg. Regelmäßige Mengen in dieser Höhe gehören in ärztliche Begleitung mit Kontrolle des Blutwerts.
Sind 10.000 I.E. Vitamin D zu viel?
10.000 I.E. entsprechen 250 µg und damit dem 2,5-Fachen der EFSA-Obergrenze. Als Dauerzufuhr ist das nicht abgesichert; solche Mengen werden, wenn überhaupt, ärztlich verordnet und kontrolliert.
Welche Symptome treten bei einer Vitamin-D-Überdosierung auf?
In der Fachliteratur genannt werden Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Verstopfung, starker Durst, häufiges Wasserlassen, Schwäche und Verwirrtheit. Ursache ist ein zu hoher Calciumspiegel im Blut. Diese Anzeichen sind unspezifisch und gehören ärztlich abgeklärt.
Kann man durch Sonne oder Ernährung zu viel Vitamin D bekommen?
Nach der Fachliteratur nicht: Bei gesunden Menschen entsteht eine Vitamin-D-Vergiftung durch längere Einnahme sehr hoher Mengen aus Präparaten, nicht durch Sonnenstrahlung. Auch normale Lebensmittel werden in der Literatur nicht als Ursache genannt.
Wie viel Vitamin D steckt in den NervaraLab Vitamin D3 + K2 Kapseln?
Pro Kapsel 50 µg Vitamin D3 (2.000 I.E., 1000 % NRV) und 75 µg Vitamin K2 als MK-7 (100 % NRV). Das liegt über dem BfR-Höchstmengenvorschlag von 20 µg und unter der EFSA-Obergrenze von 100 µg. Nicht geeignet für Schwangere und Stillende sowie Kinder und Jugendliche; bei Blutverdünnern vorher ärztlichen Rat einholen.
Ist ein Bluttest sinnvoll, bevor ich Vitamin D ergänze?
Der 25-Hydroxyvitamin-D-Wert zeigt, wo du stehst, und ist verlässlicher als ein Bauchgefühl. Wer bereits Vitamin D einnimmt und unsicher ist, ob die Menge passt, bespricht den Wert mit der Ärztin oder dem Arzt.
Geschrieben und recherchiert von der NervaraLab Redaktion. Inhaltlich basierend auf den unten genannten Quellen sowie den Empfehlungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Stand: Oktober 2026.
1 Tolerierbare Obergrenze: EFSA NDA Panel, „Scientific opinion on the tolerable upper intake level for vitamin D, including the derivation of a conversion factor for calcidiol monohydrate“, EFSA Journal 2023;21(8):8145 (doi 10.2903/j.efsa.2023.8145); Werte nach Altersgruppen laut EFSA-Zusammenfassung „Tolerable upper intake levels for vitamins and minerals“. Höchstmengenvorschlag: BfR, „Höchstmengenvorschläge für Vitamin D in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln – Aktualisierung 2023“, Stellungnahme 007/2024 vom 22.02.2024. Hohe Einzeldosen: BfR, „Einnahme hoher Einzeldosen Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel im Abstand von Tagen oder Wochen birgt gesundheitliche Risiken“, Stellungnahme 31/2025 vom 03.09.2025. Fallberichte und Dosierfehler: BfR, „Nutzen und Risiken von Vitamin D-Präparaten“ (Präsentation). Schätzwerte für die Zufuhr (20 µg): DGE, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, Vitamin D (2. Auflage 2016). Vitamin-D-Vergiftung: Marcinowska-Suchowierska E et al., „Vitamin D Toxicity – A Clinical Perspective“, Frontiers in Endocrinology, 2018 (doi 10.3389/fendo.2018.00550); MSD Manual, Professional Version, „Vitamin D Toxicity“. Gegenanzeigen und Wechselwirkungen: Gebrauchsinformation Calcium-Sandoz D Osteo 500 mg/1000 I.E., Stand Januar 2025. Referenzwert für die Nährwertkennzeichnung (NRV, 5 µg): Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang XIII.
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. Bei Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Schwangerschaft und Stillzeit bitte vorher ärztlichen Rat einholen.


