Omega-3: wie viel EPA und DHA du brauchst – und ob Fisch schon reicht
250 mg am Tag, 1–2 Portionen Fisch pro Woche, 1,5 g als Grenze: Hier rechnest du nach, wie viel Omega-3 du schon über dein Essen bekommst, liest ein Fischöl-Etikett richtig und erfährst, wann Kapseln sinnvoll sind – und wann nicht.
250 mgEPA + DHA pro Tag: angemessene Zufuhr laut EFSA[2]
1–2×fettreicher Meeresfisch pro Woche reicht laut BfR[4]
127–295 mgnehmen Erwachsene in Deutschland im Schnitt täglich auf[4]
1,5 ghöchstens pro Tag aus allen Quellen, empfiehlt das BfR[5]
Kurze Antwort
Erwachsene brauchen etwa 250 mg EPA und DHA pro Tag.[2] Wer ein- bis zweimal pro Woche fettreichen Meeresfisch wie Hering, Lachs oder Makrele isst, erreicht das meist schon über das Essen – das BfR hält Kapseln für gesunde Fischesser nicht für nötig.[4] Sinnvoll sind sie vor allem, wenn kaum Fisch auf dem Teller landet. Mehr als 1,5 g pro Tag aus allen Quellen empfiehlt das BfR nicht.[5]
In 30 Sekunden
Mein Omega-3-Check: Reicht mein Fisch?
Vier kurze Fragen – danach siehst du, wie viel EPA und DHA du im Schnitt pro Tag bekommst und wo du im Vergleich zu 250 mg und 1,5 g liegst.
1Welchen Fisch isst du am häufigsten?
2Wie oft pro Woche?
3Wie groß ist deine Portion?
4Nimmst du Omega-3-Kapseln?
0mg EPA + DHA pro Tag im Schnitt
250 mg1.500 mg
Werte pro 100 g nach Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 3.02) laut BfR[4]: Hering gegart 2.944 mg, Lachs geräuchert 2.598 mg, Makrele geräuchert 8.265 mg, Sardine geräuchert 1.534 mg, Thunfisch geräuchert 4.132 mg EPA + DHA. Andere Zubereitungen und Fangsorten liegen anders – die Rechnung ist eine Orientierung. Allgemeine Information, keine medizinische Beratung.
Auf einen Blick
Das Wichtigste in Kürze
Es zählen EPA und DHA. „Omega-3“ ist ein Sammelbegriff. Die zugelassenen Angaben gelten nur für die beiden langkettigen Fettsäuren EPA und DHA aus Fisch oder Algen.[1]
250 mg am Tag: So viel nennt die EFSA als angemessene Zufuhr für Erwachsene[2] – und ab dieser Menge tragen EPA und DHA zu einer normalen Herzfunktion bei.[1]
Fisch zuerst: Ein bis zwei Portionen fettreicher Meeresfisch pro Woche reichen laut BfR für eine gute Versorgung.[4]
Pflanzliches Omega-3 ist nicht dasselbe: Leinöl, Rapsöl und Walnüsse liefern ALA. Daraus bildet der Körper nur wenig EPA und DHA.[4]
Mehr ist nicht besser: Das BfR empfiehlt höchstens 1,5 g EPA und DHA pro Tag aus allen Quellen.[5] Wer eine Herzerkrankung hat, nimmt Omega-3-Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache.[4]
Fisch im Vergleich
Wie viel EPA und DHA steckt in 100 g Fisch?
Fettreicher Meeresfisch ist die mit Abstand ergiebigste Quelle. Schon 100 g Sardine liefern mehr EPA und DHA, als du an sechs Tagen brauchst. Zum Vergleich: unsere Kapseln liefern 900 mg pro Tagesportion.
Leinsamen, Rapsöl, Walnüsseliefern ALA, kein EPA/DHA0 mg0 / 0 mg
Werte nach Bundeslebensmittelschlüssel (BLS 3.02), veröffentlicht vom BfR.[4] Rohware, Zuchtfisch und andere Zubereitungen können deutlich abweichen. Schwangere und Stillende sollten große Raubfische wie Thunfisch wegen Methylquecksilber meiden.[4]
1 EL Leinsamenoder 1 EL Rapsöl oder 4 Walnüsse decken etwa den ALA-Richtwert der DGE von rund 1.300 mg.[4]
200 mg DHAempfiehlt die DGE Schwangeren und Stillenden pro Tag – erreichbar mit 1–2 Portionen fettreichem Fisch pro Woche.[4]
bis 800 mgEPA + DHA am Tag nehmen Vielesser in Deutschland schon über die normale Ernährung auf.[4]
Etikett lesen
„1.000 mg Fischöl“ heißt nicht 1.000 mg Omega-3
Viele Packungen werben mit der Menge Fischöl. Für die zugelassenen Angaben zählt aber nur, wie viel EPA und DHA darin steckt. Am Beispiel unserer Tagesportion:
3.000 mg Fischöl ergeben 900 mg EPA + DHA. Auf dem Etikett also immer nach „davon EPA“ und „davon DHA“ suchen – und auf die Tagesportion achten, nicht auf eine einzelne Kapsel.
Für die Herz-Angabe braucht es 250 mg EPA + DHA pro Tag, für Gehirn und Sehkraft 250 mg DHA.[1] Mit nur 100 mg DHA pro Tagesportion dürfte ein Produkt diese Angaben nicht machen.
Vitamin E steht oft mit auf der Liste: Es schützt als Antioxidans auch das Öl selbst. Zugelassen ist, dass Vitamin E dazu beiträgt, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.[1][4]
Ab 2 g pro Tag muss auf der Packung stehen, dass 5 g EPA + DHA am Tag nicht überschritten werden sollen.[8]
Das BfR hält Omega-3-Präparate für gesunde Menschen nicht für nötig, vor allem wenn sie regelmäßig Fisch essen.[4] Hier die Einordnung in einfachen Worten:
Meist nicht nötig
Du isst 1–2× pro Woche fettreichen Fisch
Dann erreichst du die 250 mg pro Tag in der Regel schon über dein Essen. Kapseln bringen dir laut BfR keinen zusätzlichen Nutzen.[4]
Kann sinnvoll sein
Du isst selten oder nie Fisch
Dann liegt deine Zufuhr oft unter 250 mg. Kapseln aus Fisch- oder Algenöl können die Lücke schließen. Vegetarisch und vegan geht es nur mit Algenöl.
Nur nach Rücksprache
Herzerkrankung, Blutverdünner oder eine geplante OP
Bei Herzpatienten kann Omega-3 ab etwa 1,8 g pro Tag über längere Zeit das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen.[4][6] Sprich die Einnahme vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab. Medikamente nie eigenmächtig absetzen.
Gezielt mit Frauenarzt
Schwanger oder stillend, ohne Fisch
Die DGE nennt 200 mg DHA pro Tag. Wer keinen Fisch isst, soll laut BfR DHA ergänzen – nach Beratung durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt.[4] Unsere Kapseln sind dafür nicht gedacht.
Grenzen
Wie viel Omega-3 ist zu viel?
Zwei Behörden, zwei Zahlen – und beide haben ihren Grund. Hier auf einer Skala von 0 bis 5 g pro Tag:
250 mgEFSA: angemessene Zufuhr900 mgunsere Tagesportion1,5 gBfR: höchstens, alles zusammenab ~1,8 gVorhofflimmern bei Herzpatienten5 gEFSA: ohne Sicherheitsbedenken
BfR, 1,5 g aus allen Quellen: In Studien wurden bei hohen Aufnahmemengen höhere Cholesterinwerte, eine erhöhte Blutungsneigung und bei älteren Menschen eine schwächere natürliche Immunabwehr beobachtet.[4][5]
EFSA, bis 5 g aus Nahrungsergänzung: ohne Sicherheitsbedenken für Erwachsene. Eine formale Obergrenze hat die EFSA nicht festgelegt.[3]
Herzpatienten: Bei Omega-3-Arzneimitteln sah die EMA ein dosisabhängig erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern, am höchsten bei 4 g pro Tag.[6] Das BfR sieht Hinweise schon ab etwa 1,8 g pro Tag über längere Zeit.[4]
Ehrlich gerechnet: Unsere 900 mg plus zweimal Hering pro Woche ergeben im Schnitt über 2 g am Tag – mehr als das BfR empfiehlt. Wer viel Fisch isst, braucht keine Kapseln dazu.
Einnahme & Kombinieren
Wann einnehmen – und was passt dazu?
Zur Mahlzeit: So lautet unsere Verzehrempfehlung. Die Tageszeit ist zweitrangig – die drei Kapseln kannst du auf die Mahlzeiten verteilen.
Nicht belegt. In der VITAL-Studie mit mehr als 25.000 Teilnehmenden senkte 1 g EPA + DHA täglich über fünf Jahre Herz-Kreislauf-Erkrankungen nicht.[4] Zugelassen ist nur: EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei.[1]
„Je mehr Omega-3, desto besser.“
Falsch. Das BfR empfiehlt höchstens 1,5 g pro Tag aus allen Quellen.[5] Bei Herzpatienten kann zu viel das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen.[6]
„Leinöl ersetzt Fischöl.“
Nur zum Teil. Leinöl liefert ALA. Daraus bildet der Körper EPA und DHA nur in geringem Umfang.[4] Pflanzliche Quelle für EPA und DHA ist Algenöl.
„1.000 mg Fischöl sind 1.000 mg Omega-3.“
Nein. Entscheidend ist der Anteil EPA und DHA. In unseren Kapseln sind es 30 % des Fischöls. So liest du das Etikett
Unser Produkt
Omega-3 Kapseln mit Vitamin E
Für alle, die selten Fisch essen. Menge pro Tagesportion laut Etikett, hergestellt in der EU. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei (ab 250 mg EPA und DHA täglich). DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirnfunktion und normaler Sehkraft bei (ab 250 mg DHA täglich). Vitamin E trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.[1]
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Ehrlich: 900 mg EPA + DHA pro Tag sind mehr als die 250 mg, die du brauchst. Wer zusätzlich regelmäßig fettreichen Fisch isst, kommt schnell über die 1,5 g, die das BfR empfiehlt – dann lieber auf die Kapseln verzichten. Nicht geeignet für Schwangere, Stillende, Kinder und Jugendliche sowie bei Fischallergie. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Omega-3 im Shop →
Die EFSA nennt für Erwachsene 250 mg EPA und DHA pro Tag als angemessene Zufuhr. Ab dieser Menge gilt auch die zugelassene Angabe, dass EPA und DHA zu einer normalen Herzfunktion beitragen. Erwachsene in Deutschland nehmen über das Essen im Schnitt 127 bis 295 mg pro Tag auf – je nachdem, wie oft Fisch auf dem Teller landet.
Reicht Fisch statt Kapseln?
Für die meisten ja. Das BfR hält Omega-3-Präparate für gesunde Menschen nicht für nötig, wenn sie regelmäßig Fisch essen. Ein bis zwei Portionen fettreicher Meeresfisch pro Woche wie Hering, Lachs oder Makrele reichen für eine gute Versorgung. Rechne es im Omega-3-Check für dich nach.
Wie viel Omega-3 ist zu viel?
Das BfR empfiehlt, nicht mehr als 1,5 g EPA und DHA pro Tag aus allen Quellen aufzunehmen. Die EFSA sieht bis zu 5 g pro Tag aus Nahrungsergänzung für Erwachsene ohne Sicherheitsbedenken. Bei Menschen mit Herzerkrankungen kann eine Zufuhr ab etwa 1,8 g pro Tag über längere Zeit das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen – sie sollten Omega-3-Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Fischöl und Omega-3?
Fischöl ist das ganze Öl, EPA und DHA sind nur ein Teil davon. In unseren Kapseln stecken 3.000 mg Fischöl pro Tagesportion, davon 540 mg EPA und 360 mg DHA – zusammen 30 %. Für die zugelassenen Angaben zählen nur EPA und DHA. Mehr dazu: Fischöl-Etikett lesen.
Kann man Leinöl statt Fischöl nehmen?
Leinöl, Rapsöl und Walnüsse liefern Alpha-Linolensäure (ALA). Der Körper kann daraus EPA und DHA bilden, die Umwandlungsrate ist aber gering. Wer keinen Fisch isst, kann zu Algenöl greifen. Mehr dazu: Omega-3 vegan: Algenöl.
Wann nimmt man Omega-3 am besten ein?
Zu einer Mahlzeit, so steht es auch in unserer Verzehrempfehlung. Die Tageszeit spielt keine feste Rolle – wichtiger ist, dass du die Kapseln regelmäßig nimmst. Die drei Kapseln unserer Tagesportion kannst du auf die Mahlzeiten verteilen.
Darf man Omega-3 mit Blutverdünnern nehmen?
Das klärst du bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Hohe Mengen Omega-3 wurden in Studien mit einer erhöhten Blutungsneigung in Verbindung gebracht. Blutverdünner niemals eigenmächtig absetzen. Mehr dazu: Omega-3 und Blutverdünner.
Transparenz
Quellen dieses Ratgebers
EU[1] Europäische KommissionVerordnung (EU) Nr. 432/2012 – zugelassene gesundheitsbezogene AngabenBelegt: EPA und DHA: normale Herzfunktion (ab 250 mg EPA+DHA täglich); DHA: normale Gehirnfunktion und normale Sehkraft (ab 250 mg DHA täglich); Vitamin E: Schutz der Zellen vor oxidativem Stress
BfR[4] Bundesinstitut für RisikobewertungOmega-3-Fettsäuren: Wichtig – aber in Maßen (FAQ, 30.04.2026)Belegt: EPA/DHA-Gehalte nach BLS 3.02; Zufuhr in Deutschland 127–295 mg/Tag; 1–2 Portionen fettreicher Meeresfisch pro Woche; höchstens 1,5 g aus allen Quellen; VITAL-Studie; Vorhofflimmern bei Herzpatienten; Kapseln für Gesunde, die Fisch essen, nicht nötig